Frankreichreise 2018

 

In der ersten Ferienwoche hieß es ein weiteres Mal „Bonjour“ und „Bon voyage“  für die fast 50 Schüler des Sandberggymnasiums. Denn die 8,9 und 10 Klässler durften 5 Tage lang Südfrankreich erkunden. Unsere Unterkunft war in Avignon, eine Stadt mit wahrlich wunderschöner und historischer Altstadt. Diese erkundeten wir mit deutschsprachigen Guides gleich am ersten Tag nach unserer Ankunft. Wir sahen den Papstpalast, die Saint-Bénézet-Brücke und einige der zahlreichen Theater in Avignon.

Am nächsten Tag ging es früh los. Wir fuhren nach Gordes und machten dort einen Bummel über den Wochenmarkt. Dort bot sich uns eine riesige Auswahl provenzalischer Leckereien zum Beispiel Lavendelhonig, Tapenaden, Nugat aus Montélimar, Käse aber auch Lavendelsäckchen- und seife, Kleidung und Keramik. Nach dem Mittag fuhren wir auch schon weiter nach Roussillon in die Ockerhügel des Lubéron. Herrliche Ockerberge mit ihrer ganz eigenen Geschichte, in die wir während einer Wanderung  Einblicke erhielten. 2002 wurde dieser Ort in die Liste der Naturdenkmäler des Landes aufgenommen. Danach fuhren wir weiter zur Fontaine de Vaucluse. Ein Naturschauspiel, welches uns an Hand der Jahreszeit leider nicht geboten war. Dennoch konnten wir einen Blick in die sonst mit Wasser gefüllte Höhle werfen. Bis jetzt ist unbekannt aus welchen Tiefen im Frühjahr hier das Wasser schießt. Forschungen mit einem Schwimmroboter wurden in einer Tiefe von 300 Metern abgebrochen. Abends ging es dann zurück in die Unterkunft nach Avignon.

Am folgenden Tag gab es wieder viel zu sehen. Vormittags fuhren wir nach Nîmes, wo wir einen zwei stündigen Stadtrundgang machten. Natürlich in deutscher Sprache. Nimes ist eine sehr schöne Stadt unter anderem mit einer Arena, die ähnlich aussieht wie das „mini Colosseum“. Leider regnete es ziemlich stark den gesamten Tag. Im trockenen Bus fuhren wir danach weiter zum Pont du Gard. Dies ist eines der besterhaltenen Aquädukte in Frankreich mit einer beeindruckenden Talüberführung. Nach einem kurzen Aufenthalt dort, fuhren wir zurück in die Jugendherberge.

An unserem vorletzten Tag in Südfrankreich erkundeten wir mit der Hilfe von abermals zwei deutschsprachigen Guides eine weitere Stadt in der Provence: Aix-en-Provence. Die Universitätsstadt ist der Geburtsort des postimpressionistischen Malers Paul Cézanne. Mit ihren vielen kleinen Gassen lädt sie zum Bummeln ein, doch auch politisch hat diese Stadt eine wichtige Bedeutung. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Coustellet in das Lavendelmuseum. Ein sehr amüsanter Museumsführer zeigte uns von der Verwendung über die Geschichte der Destillation bis hin zum Unterschied von Lavendel und Lavandin alles, was mit Lavendel zu tun hat. Auch die fertig verarbeiteten teuren Lavendelprodukte wurden uns vorgeführt. Danach ging es wieder zurück.

Am letzten Tag mussten wir früh aufstehen. Wir hatten schließlich auch einiges vor. An diesem Tag sind wir nach Marseille, ein ganzes Stück südlicher als bisher, gefahren. In der Großstadt gab es eine Menge zu sehen. Am Vormittag machten wir eine Bootstour zum Château d´lf und besuchten dort die Festung, die 1529 errichtet und seit 1880 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Vorher jedoch, war dieser Ort wahrlich kein Ausflugsziel. Die Festung erfüllte den Zweck als Befestigungsanlage und überwachte die Küste von Marseille. Später wurde sie zum Gefängnis umfunktioniert und durch den Roman „ Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas weltberühmt. Wieder an Land, fuhren wir mit einer kleiner Bimmelbahn durch die Stadt. Unser Ziel war die Basilika Notre-Dame de la Garde. Die im Jahre 1864 geweihte Basilika bietet einen der schönsten Ausblicke über die Stadt. Mit der Bahn wieder unten am Hafen angekommen, hatten wir noch Freizeit, bis wir dann am Abend den Heimweg zurück nach Deutschland antraten.

 

                                                                                                                                                                               J. Wolmuth (Schülerreporter)